Bilanz des Geschäftsjahres 2021

Abb. 1 WAFIOS Vorstände Dr.-Ing. Uwe-Peter Weigmann und Martin Holder

Abb. 2 Stärkste Federwindemaschine der Welt

WAFIOS wieder auf Wachstumskurs

Reutlingen, 27 Juli 2022 - Die WAFIOS AG kommt mit neuem Schwung aus dem zweiten Jahr der Pandemie und liegt nun wieder auf Wachstumskurs. Der Auftragseingang legte 2021 im Vergleich zum Ausnahmejahr 2020 deutlich zu und sorgte für ein positives Jahresergebnis. Ein wichtiger Impulsgeber war und ist dabei die E-Mobilität.

Die sich bereits Ende 2020 abzeichnende Steigerung der Nachfrage setzte sich für WAFIOS wie erhofft im Geschäftsjahr 2021 fort. Dabei waren die Rahmenbedingungen alles andere als einfach. So kam es beim Material für bestimmte Warengruppen vielerorts zu Lieferschwierigkeiten. Dank vorausschauender und umsichtiger Einkaufspolitik konnte sich WAFIOS den allgemeinen globalen Logistikproblemen aber weitgehend entziehen. Die bestellten Maschinen wurden folglich planmäßig ausgeliefert, Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung blieben aus.

Angesichts dieser Aspekte erzielte der WAFIOS-Konzern im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 166,6 Millionen Euro - ein Plus von 31,9 Prozent - und ein Jahresergebnis von 6,2 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote wurde nochmals von 45,7 auf 47,8 Prozent gesteigert. Die WAFIOS AG erzielte einen Umsatz von 118,7 Millionen Euro - ein Plus von 43,9 Prozent - und ein Jahresergebnis von 4,0 Millionen Euro.

Besonders erfreulich: Die Stärke der Belegschaft konnte erhalten werden. Nach Kurzarbeit von Januar bis März 2021 konnten ab April alle Mitarbeiter wieder voll beschäftigt werden. Die WAFIOS AG in Reutlingen und Marktredwitz beschäftigte bis Jahresende 2021 insgesamt 751 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Reutlingen allein: 682), davon 48 Azubis. Das sind 6 Beschäftigte mehr als 2020. Für die WAFIOS-Gruppe lag die Zahl der Beschäftigten inklusive Azubis bei 1043, das sind 15 weniger als 2020.

Zahlreiche Produktentwicklungen und Projekte
Vom 18. bis 29 Oktober 2021 fanden die zweiten "Reutlinger E-Mobility Days" (REDs) statt. WAFIOS präsentierte bei dieser Gelegenheit zusammen mit dem Partner Gehring, Ostfildern, wegweisende Technologien rund um das Thema elektrischer Antriebsstrang. Beide Unternehmen zeigten erstmals den gesamten Fertigungsprozess eines Stators für einen Elektromotor.

Die in den vergangenen Jahren getätigten Entwicklungsinvestitionen in den Bereich E-Mobilität wirken sich mehr und mehr auf den Auftragseingang und den Umsatz aus. WAFIOS beschloss daher, die Investitionen in dieser Richtung zu verstärken. Unter anderem wird derzeit das Werk 2 beim Südbahnhof saniert. Wie schon berichtet, entsteht dort der neue E-Mobility-Campus, das künftige Kompetenzzentrum für sämtliche Aktivitäten rund um die E-Mobilität. WAFIOS hat aktuell 6 neu und spezifisch entwickelte Maschinen zur Herstellung von Bauteilen für elektrische Fahrzeuge. Neben einer Tragfedermaschine wurde eine spezifische Maschinen zum Umformen von Kunststoffrohren entwickelt, zudem 2 Anlagen zur Fertigung von Stromschienen und 2 Anlagen zur Fertigung von Hairpins.

Trotz der pandemiebedingten Herausforderungen lief die Forschungs- und Entwicklungsarbeit 2021 in allen Bereichen auf Hochtouren. Es konnten zahlreiche Patente angemeldet werden. Viele Federwinde-, Drahtbiege-, Rohrbiege-, Ketten- und Schweißmaschinen wurden weiterentwickelt, einige sind neu ins Programm aufgenommen worden. Nach heutigem Stand fertigt WAFIOS mit den FUL 36+ und 26+ die schnellsten Federwindemaschinen der Welt. Ein anderes Highlight ist die TWISTER2-Baureihe, Bearbeitungslösungen für komplexe Rohrsysteme mit integriertem Roboter.

Seit Jahren arbeitet WAFIOS am Thema Digitalisierung. Ein hoher Prozentsatz des Entwicklungsbudgets fließt in die Transformation zur "Smart Factory". Auch die Kunden profitieren davon: "In unserem neuen Unternehmensbereich Digital Services bauen wir kontinuierlich das Angebot für die Kunden aus und schaffen Mehrwerte durch neue Softwarelösungen, unter anderem durch mobile Apps und den Einsatz von Cloud-Technologien", erklärt Dr. Uwe-Peter Weigmann, Vorstandssprecher bei WAFIOS. "Ein offenes System zur vollständigen Vernetzung der Maschinen in die Kundeninfrastruktur ist bereits heute Realität."

Ein anderer Teil der Investitionen fließt in die eigene Fertigung, um dort die Kapazitäten zu erweitern und Prozesse zu optimieren oder neue Technologien einzuführen, wozu auch der Ausbau der 3D-Drucktechnik gehört. Für die spanabhebende Fertigung bestellte WAFIOS 2021 ein neues Dreh-Fräszentrum. Die Lieferung erfolgt im laufenden Geschäftsjahr. Zur Optimierung von Rüstzeiten beim Fräsen wurde außerdem die Nullpunkt-Spanntechnik eingeführt.

Zusammen mit der Unternehmensberatung Krauss & Partner startete WAFIOS 2021 ein Strategieprojekt zum Thema Nachhaltigkeit. "Dieses Thema liegt uns sehr am Herzen", so Vorstand Martin Holder. "Es geht um nichts weniger als die Verankerung des Gedankens der Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Unternehmens. Das hat sowohl eine gesellschaftliche wie auch eine betriebswirtschaftliche Dimension." Zwei wichtige Aufgaben, an denen gearbeitet wird, sind die Definition einer Roadmap für eine klimaneutrale Produktion und die Umsetzung des neuen Lieferkettengesetzes.

Ausblick und Risiken
Die erfreuliche wirtschaftliche Erholung setzte sich im ersten Halbjahr 2022 fort, der Auftragseingang blieb stabil auf hohem Niveau. Äußeres Zeichen der positiven Entwicklung war nach vierjähriger Abstinenz nicht zuletzt die Durchführung der wichtigen internationalen Leitmesse Wire & Tube im Juni in Düsseldorf. Trotz Reisebeschränkungen für Aussteller und Besucher aus Amerika und Asien stieß die Veranstaltung auf große Resonanz. Für WAFIOS war sie eine Gelegenheit, einem großen Publikum wieder Neuheiten zu präsentieren: Technologien für das Kunststoff-Rohrbiegen, Automatisierung durch Roboter-Integration, die stärkste Federwindemaschine für hochfeste Drähte und anderes mehr.

"Für das Jahr 2022 zeichnet sich ein stabiler Auftrageingang mit Wachstum im Bereich der Maschinen für elektrische Fahrzeuge ab", so Dr. Uwe-Peter Weigmann. "Bekannte Risikofaktoren sind Logistikprobleme im Warenverkehr, die sich erst mittelfristig entspannen werden. Hinzu kommen Engpässe auf den Beschaffungsmärkten für bestimmte Warengruppen, beispielsweise Elektroteile."

Die anhaltenden Auswirkungen und Risiken der Pandemie, und nun auch des Krieges in der Ukraine, sind vorerst nicht abzusehen. Wenn neue gefährliche Virusmutationen auftauchen sollten, sind gegebenenfalls wieder umfassende Maßnahmen zu treffen. Die steigende Inflation und die kriegsbedingte Energiepreisentwicklung treiben die Kosten in die Höhe. Das größte Risiko ist jedoch das zeitweise Auftreten von Energieengpässen in der Industrie. WAFIOS hat bereits ein Notfallprogramm Gas- und Strom für diesen Fall erarbeitet und versucht bereits aktuell durch Energiesparmaßnahmen und den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung einen Beitrag dazu zu leisten, Engpässe im Winter zu verhindern.

Die Vorstände möchten an dieser Stelle an die Industrie und die Privatverbraucher appellieren, alles dafür zu tun durch Energieeinsparung bereits heute dazu beizutragen, Engpässe im kommenden Winter zu vermeiden. Der Appell an die Politik lautet die Weichen so zu stellen, dass bei einem Ausfall der Gaslieferungen aus Russland eine Energieversorgung im Winter gewährleistet ist.

Kurzprofil WAFIOS
WAFIOS entwickelt, konstruiert und fertigt anspruchsvolle Spezialmaschinen für die draht- und rohrverarbeitende Industrie sowie für die Kaltmassivumformung. Das Unternehmen zählt hierbei zu den führenden Anbietern weltweit. Die Zahl der Maschinentypen liegt bei über 120. Die Maschinen sind mit modernster Antriebs- und Steuerungstechnik sowie innovativer Software ausgestattet.

Die Kunden von WAFIOS stammen zu 60 Prozent aus der Automobil- und Zuliefererindustrie. Weitere wichtige Branchen sind Bergbau, Bauindustrie, Elektrotechnik, Medizintechnik, Haushaltsgeräte, Landwirtschaft und Möbelindustrie. Der Exportanteil liegt bei über 60 Prozent.

Heute ist WAFIOS eine Unternehmensgruppe mit der WAFIOS AG in Reutlingen als Muttergesellschaft und mehreren Standorten in Deutschland (Reutlingen, Marktredwitz, Wuppertal, Berlin, Simonswald), in Amerika (Branford/USA, Mokena/USA, Querétaro/Mexiko, São Paulo/Brasilien) und in Asien (Schanghai/China, Zhangjiagang/China).

Kontakt

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D - 72764 Reutlingen

Tel. +49 7121 146-0
Fax: +49 7121 146-250
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